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Kadett 2400 (Teil2) - Der Flugbericht

Im Baubericht <klick> habe ich nach den ersten Flügen noch einen ausführlichen Flugbericht angekündigt, den ich hiermit erstellen will. Ich habe in diesem Jahr etliche Flüge mit dem Kadett 2400 gemacht  - viele davon Solo. Die Montage der Schleppkupplung hat mir viel Kopfzerbrechen bereitet. Graupner sieht vor, die Kupplung direkt in die Fläche zu montieren. Diese gefiel mir und anderen Vereinskollegen überhaupt nicht. Doch wo sollte man die Kupplung montieren? Hinter den Flächen im Rumpf? Hier ist nur jede Menge Luft und Balsa. Für die zu erwartenden Zugbelastungen zu wenig Material...


_kadett

 

Mein Duisburger F3K Flugkollege Henk erzählte mir,  dass sie im Verein den Kadett sehr erfolgreich als Schlepper einsetzen würden und ich mir den das Modell beim anstehenden F3K Wettbewerb mal von innen ansehen könne, da sie ihn gerade geschrottet haben...

Der Duisburger Kadett 2400 hatte eine Radachse verloren und damit eine unglückliche Landung hingelegt. Die Kollegen haben das vordere Rumpfteil komplett neu aufgebaut und ich konnte mir alle Details ansehen. Sehr schön ist auch die Lösung der Schleppkupplungsthematik, doch dazu etwas später.

 

Als erstes wurden die Plastik-"Einschlagmutter" ausgebohrt:

_schraube

Die Haube wurde abgenommen und die vorderen Streben von allen Seiten mit CFK Rovings belegt:

_verstaerkung_front

Die Übergänge wurden mit angedickten Harz und ein wenig Glasgewebe verstärkt

_verstaerkung_front_detail

_verstaerkung_front_detail2

....auch bei den Übergängen unten im Rumpf:

_verstaerkung_front_detail3

Beim Duisburger Kadett wurde der hintere Spant mit Sperrholz verstärkt und eine selbstangefertigte Schleppkupplung angeschraubt. Damit die Tragfläche wieder passt, wurde die Endleiste im Wurzelbereich ein wenig ausgespart. Nach dieser Inspiration, habe ich dieses mit der originalen Schleppkupplung von Graupner umgesetzt. Dazu wurde der gesamte hintere Bereich wurde abgemessen. Hier sieht man den ersten CAD Entwurf:

_konstr_schlepp

Die Auflage der Schrauben soll mit je 2mm oben und unten verstärkt werden.

Des weiteren eine massive Rückwand aus 4mm Flugzeugsperrholz...

_konstr_schlepp_unten

Nach dem dieser Teil eingeharzt wurde, folgte der Obere mit der Kupplung ....

_konstr_schlepp_komplett

Diese Konstruktion weckt schon deutlich mehr Vertrauen - daran kann gerne mal ein 5 kg Segler rupfen ;-)

_flug_1

Die ersten Schlepps haben wir zur Eingewöhnung mit einem EasyGlider gemacht. Nicht wirklich spektakulär - der Kadett fliegt sich als wenn er Solo ist. Etwas anspruchsvoller, zumindest beim Start, waren die dann folgenden Schlepps mit einem Crossfire. Da das F3B Modell am Anfang arg bremst (Hochstartharken und kein Rad) ist maximale Power gefordert. In der Luft kann dann ein wenig reduziert werden. Den Crossi haben wir mit einer Akkuladung 2mal auf 300m und einmal auf 400m geschleppt. Wir haben etliche Schlepps mit der Kadett, der Libelle und einem MPX Flamingo gemacht. Die mit ca. 2,5 kg recht leichten Modelle, können bei etwas Gegenwind, ohne Platzrunde vier mal auf 250m geschleppt werden.

_flug_2

Zum Abstieg und auch zur Landung setze ich die Klappen auf 90Grad - dieses mus langsam erfolgen und mit reichlich Tiefe beigemischt, da sich sonst das Modell stark "aufbäumt". Damit gelingen dann aber senkrechte Abstiege aus 300m mit direkter Landung ohne Platzrunde ;-)

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Komfort und Sicherheit in den Schleppzug bringt das neue Telemetrie-System von Jeti. Ich habe das Vario mit einem Alarm bei 250m programmiert und das MUI mit einem Alarm bei einer entnommen Kapazität von 2400mAh. Daher ist jeder Schlepp gleich hoch und ich kann auch nicht mehr mitten im Schlepp von einem schwächelnden Akku überrascht werden.

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