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Blizzard von Multiplex®

Der Blizzard von Multiplex® wird als Hotliner in ELAPOR® Bauweise angeboten. Dieses Material ist ähnlich wie EPP nahezu unverwüstbar und eignet sich meiner Meinung vor allem für das fliegen an Orten die nicht unbedingt Golfplatzrasen haben ;-)  Die schlanken und dünnen Tragflächen werden mit zwei CFK-Holmen (4Kant) und vier GFK Gurte und einigen "Gräten" verstärkt. Der Rumpf bekommte seine Verstärkung durch ein paar geniale Kunststoffteile und wird ebenfalls mit GFK Gurten verstärkt.


Durch das nur 8,9 % dicke Flächenprofil ist der Blizzard recht zügig unterwegs, aber man kann durch das geringe Gewicht auch langsam fliegen ohne dass der Blizzard zickig wird.  Zur Landung wird mit hochgestellten Querrudern abgebremst und "bei Fuß" gelandet.

Die Spannweite beträgt ca. 1,4 m und mein Blizzard wiegt etwas mehr als 1kg. Als RC-Funktionen habe ich Motor, Querruder, Seite und Höhe. Ich habe bewusst zwei Servos auf VLW eingebaut um die entstehenden Kräfte aufzuteilen und eventuellen Flatterneigungen von vornherein vorzubeugen.

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Der Baukasten ist wie gewohnt bei Multiplex® bis auf Kleber, RC und Antrieb komplett. Die bebilderte Anleitung ist gut verständlich und lässt keine Fragen offen. Wenn man sich an die Anleitung hält kann eigentlich nichts schief gehen.

Besonders wichtig ist die vollflächige Verklebung der Gurte. Insgesamt habe ich für den Bau eine ganze Flasche Sekundenkleber(mittel) gebraucht. 

Nicht verschweigen möchte ich, dass der Bau insbesondere die Verstärkung der Tragflächen doch ganz schön zeitfressend ist. Wenn ich auch nur ansatzweise zu dem Kaufpreis von 97 Euro meine Zeit anrechne, kommt man schon in Regionen, wo so manches (preiswertes) Voll GFK Modell anfängt. 

Auf allen Rudern arbeiten Hitec® HS 55 Servos und als Empfänger kommt ein MPX RX 7 IPD zu Einsatz.

 

Den Bau schliessen neben der Programmierung der Fernsteuerung noch das Aufbringen des Dekorbogens ab. Ich habe mein Modell optisch unsymmetrisch gestaltet, das erleichtert zum einen die Lageerkennung, zum anderen sticht es nun aus der Masse der Blizzard heraus. Wenn man den Online Foren glauben schenken kann,  waren wohl mache Piloten mit der Schwerpunktempfehlung überfordert. Ich hatte für den Erstflug den Schwerpunkt 5mm weiter nach vorne verlegt und letztendlich dort auch gelassen.

Als Antrieb kommt bei mir ein Kontronik FUN 480 5,2:1 mit einer RF Luftschraube 13 mal 12 an 3S2100 Kokam zum Einsatz. Damit wird das Modell fullminant (Senkrecht) nach oben befördert. Dabei ist allerdings Fingerspitzengefühl erforderlich ! Beschleunigt man horizontal und zieht am Höhenruder biegen sich die Flächen deutlich durch. Bei einigen schnellen Abschwüngen habe ich es (leider) mehrfach geschafft die Flächen zum Flattern zu bringen. Hier ist also Vorsicht und ein wenig Sachverstand geboten.