Steigeisen

Für die Saison 2009 brauchte ich ein leistungsfähiges F3K Modell und habe mir ein Steigeisen vom Logo Team bestellt. Wir hatten zwei Modelle bestellt, welche im Oktober 2008 geliefert wurden. Bereits bei der ersten Begutachtung wurde ein Modell im moderaten "Drucktest" geprüft und für "Nicht Gut" befunden - Die nächste Version der Anleitung wies dann darauf hin, dass Drucktests des Rumpfes nicht durchgeführt werden sollten ;- )

Steigeisen

Ich habe das Modell Nummer 23 erhalten, welches es ein sattes Abfluggewicht von 305g hat. Seit April 2009 soll das Logo Team laut Ankündigung im Forum das "Gewichtsproblem" in den Griff bekommen haben.

Durch das Gewicht und dem dünnen Profil gelangen großartige Wurfhöhen, das Gleiten und auch der geflogene Weg mit dem Steigeisen ist phänomenal.

Bild1%20172
Bis zum finalen Ende des Steigeisen habe ich über 17 Stunden die Flugeigenschaften getestet. Das Steigeisen ist flott unterwegs und auch bei Wind fliegt es noch vorwärts.

"Rum gehungere" und richtig enge Kurven wie bei meinem Turbo oder Salpeter mag das Steigeisen aber nicht wirklich. Das Steigeisen will "flott" geflogen und ordentlich gesteuert werden.

Ich habe das Steigeisen im direkten Vergleich mit meinem Salpeter geflogen, welcher bei meinem Flugstil wesentlich ausgeglichener fliegt.

Da eine Angabe der Lage des Pendelleitwerks fehlte, habe ich den Schwerpunkt eingestellt und den Rest erflogen. Kurz bevor mein Steigeisen das Zeitliche segnete, bin ich den umgekehrten Weg gegangen und habe die EWD von 2 auf 1,5 Grad reduziert und den Schwerpunkt dann neu eingestellt, was bessere Flugeigenschaften ergab.

Der Bau

Die Anleitung ist ziemlich perfekt und wurde vom Hersteller auch mehrfach upgedated. Daher beschränkt sich meine Bescheibung auch nur auf ein paar ergänzende Bilder und Kommentare. Bei den verwendeten Komponenten kam Bewährtes zum Einsatz:
4 Stück KAN 350 Zellen / 281er Graupner Servos und Dymond D47 auf Seite sowie ein Graupner SMC 16 Empfänger.
Der Empfängerakku wird zusammengelötet:
akku_1
Die Anlenkung von Höhe und Seite erfolgt über abgewinkeltem Stahldraht. Die Übergänge zu den CFK Schubstangen erfolgen über passende CFK Röhrchen:
anlenkungen_leitwerk
Den Bau begleitet manches Fluchen, da alles super fummelig ist und vor allem die dünnen Kohlestäbe bei der Montage mehrfach brachen - die meisten Hersteller von F3K Modellen setzen auf Seile zur Anlenkung von Höhen - und Seitenruder.
anlenkungen_leitwerk_detail
Das verwendete Kugellager zur Lagerung des HLW ist wohl nicht nur in der in der Klasse F3K einzigartig. Die Teile der HLW Anlenkung und Lagerung:
hlw_lagerung
Hebel mit eingeklebten Kugellager:
hlw_lagerung1
Der Tribut an Nummer 23 :
die Anlenkung muss abgeändert werden und ein Langloch in Kreisform angebracht werden...
hlw_lagerung_aenderung_rumpf
hlw_lagerung_aenderung_rumpf2
Die Lagerung von Oben:
hlw_lagerung3
dieses Metallröhrchen muss halbiert und angeklebt werden:
die Hebel in der Fläche kürzen...
querruder_anlenkung_1
und dann die Röhrchen mit Uhu Plus angekleben. Man sieht dass beide Hebel nicht winkelig zueinander sind:
querruder_anlenkung_2
Die Löcher im Rumpf für die Durchführung der Anlenkungen, sowie der Schraublöcher der Kugelköpfe, müssen durch den Käufer ermittelt und angebracht werden. Die Montage der Fläche auf dem Rumpf braucht übrigens auch ihre Zeit und gewisse Übung...

Das Servobrett muss aus einer 2mm Balsaplatte ausgeschnitten werden:
rc_brettchen
rc_brettchen2
Der Empfänger passt leider nicht im Originalzustand in den Rumpf und muss "zwangs erleichtert" werden.
gestrippter_empfaenger
hier sieht man welches Loch ich beim C281 verwendet habe:
querruderservo
CFK Stäbchen in Teflonrohr müssen noch passend abgelenkt werden:
querruderservo2
so sieht dann der RC-Einbau zum Schluss aus:
rc_final
Die Leitwerke sind in GFK Depron Bauweise und damit ist Vorsicht bei der Verwendung von Sekundenkleber geboten. Hier die SLW Anlenkung im Detail:
Bild1%20202
Der Wurfstift wurde passgenau nach den Maßen der Anleitung eingeklebt - heute würde ich ihn mindesten 5mm weiter nach Aussen einbauen. Dieses vermindert deutlich die Verletzungsgefahr zwischen Zeige- und Mittelfinger.
wurf_blade1
wurf_blade2
Bild1%20012
Ich hatte mir den Logger "Lola" zur Ermittlung der Wurfhöhe gekauft, doch nur nach wenigen Versuchen zeigte dieser nur noch Unsinn an. Der "Lola" wurde problemlos vom Distributor getauscht, doch auch der Nachfolger war kaum verlässlich. Ich habe ihn ausgebaut, irgendwann vermisst und vermutlich mit alten Zeitungen entsorgt. Naja, hat eh nicht vernünftig funktioniert...
Bild1%20135
Bild1%20174

Diese Links zum Thema könnten Sie auch interessieren: