Stobel V2

Meinen Stobel V2 von www.le-composites.de habe ich mit Carbon D-Box bestellt. Zum Bauen bleibt nicht sehr viel, da er mit eingebauten Servos mit RDS Anlenkung ausgeliefert wird. Im Gegensatz zu anderen Bausätzen ist der Stobel wirklich komplett: neben den Flächentaschen, dem Ballastsystem, hat der Hersteller auch an solchen Details wie Ruderhörner, Anlenkschnur, Plastikröhrchen usw. gedacht. Man muss als Kunde nur noch die D47 Servos für Höhe/Seite, einen GP400 Akku und natürlich einen Empfänger besorgen. Daher ist im Vergleich zum Mitbewerb, der Preis von 650 Euro als günstig anzusehen. Die Anleitung ist vollständig und gut verständlich.

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In der Fläche muss ein Loch für das Wurfblade gemacht werden. Das Material rund um das Loch, habe ich erst mit dünnen Sekundenkleber getränkt und dann das Blade eingeharzt. Die Ruderhörner werden auch gleich mit ein wenig Harz festgeklebt.

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Während der Harz aushärtet, kann man schon mal die Durchbrüche für die Züge machen:

_schlitz_fraese

am Höhenleitwerk:

_schlitz_hoehe

am Seitenleitwerk:

_schlitz_seite

Die Anlenkschnur wird mit dem beigelegten 0,3er Draht eingefädelt und die Plastikröhrchen mit Zacki verklebt.

Sisyphus lässt grüßen: die Fäden sollte man mindestens auf einer Seite sichern...

_sichern

Für den Anschluss der Querruderservos liegt ein kleiner 4er Stecker und eine passende Buchse dem Bausatz bei.  Die oberen Kontakte habe ich mit Plus und Minus und die unteren mit den Signalen belegt. Für die Buchse ist ein passendes Loch in den Rumpf zu fräsen. Wenn die Buchse festgeklebt ist, wird der Stecker aufgesteckt und mit ein wenig 5min Epoxy im Flächenansatz verklebt.

_rumpf_buchse

Die beiden Spanten für den Ballast werden mit 5min Epoxy eingeklebt. Der vordere Spant hat ca. 5mm Abstand zum Rand der Haube. Die Servos werden in das Brettchen gesteckt und so weit vorne positioniert, dass der Akku und der Empfänger gerade noch herausgenommen werden kann.

_rumpf_spanten

Als nächstes werden die Drähte nach Anlenkung gebogen und als Federn in den Leiwerken verklebt. Ich habe die Röhrchen weg gelassen und die Stellen nur mit dünnen Sekundenkleber getränkt. Das SLW wird mit 5min Epoxy festgeklebt und ausgerichtet. Das HLW wird moniert und die Ruder angelenkt. Ich fädel den Faden  in das Ruderhorn ein und verdrehe ihn ein paar mal und tränke die Stelle mit Sekundekleber. So kann man evtl. später die Stelle noch einmal lösen.

_anlenkung_hoehe

_anlenkung_seite

_faeden

Um den Jeti 2,4GHz Empfänger einen ordentlichen Empfang zu ermöglichen, habe ich seitlich schräg nach vorne Löcher in den Rumpf gebohrt und die Antennen durchgesteckt.

_rumpf_rc

Leider war ich zu ungeduldig und habe das Gewicht der Einzelteile erst nach der Montage des SLW ermittelt: Rumpf und Seitenleitwerk wiegen 43g, das Höhenleitwerk 5g und die Fläche mit den beiden Servos 141g  - flugfertig komme ich auf ein Gewicht von 258g bei einem Schwerpunkt bei 69mm ab Nasenleiste. Ich fliege den Stobel V2 mit folgenden Einstellungen:

HLW + - 4mm
SLW max
Querruder + 16mm - 10mm mit 30% Expo

Startstellung
HLW  0 mm
Quer +3mm

Thermikstellung
Quer -3mm

Krähe / Butterfly
HLW -5mm
Quer - max
zum Querruder die Seite dabei mixen


Der Stobel V2 ist "massenhaft" auf den F3K Wettbewerben anzutreffen und die Piloten liegen immer auf den vorderen Plätzen. Ich brauchte nach meinem Salpeter nur eine kurze Eingewöhnungszeit, da der Stobel nicht ganz so ruhig fliegt und schon ein wenig gesteuert werden will. Die erreichbaren Wurfhöhen sind spitze und dank der Auslegung kann man das Modell auch zügig aus dem Lee zurück fliegen. Bis jetzt habe ich trotz des geringen Gewichts, den mitgelieferten Ballast noch nicht benötigt.

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Die Light Version ohne D-Box wiegt knapp 240 g.

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